PARK 7 Corporate Blog

Die Internetnutzung 2015 in Deutschland – Warum Social Media so wichtig für Ihr Inbound Marketing ist

Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2015

Seit 1997 führen die öffentlich-rechtlichen Sender einmal pro Jahr ihre repräsentative ARD/ZDF-Onlinestudie durch. Die Ergebnisse bieten immer wieder wertvolle Einblicke über die Anzahl der Internetnutzer in Deutschland sowie Aufschluss darüber, welche Online- und Offline-Medien am häufigsten und in welchem Umfang genutzt werden. Auch wenn die letzte Studie schon etwas zurückliegt und die nächste quasi an die Tür klopft, wollten wir von PARK 7 es uns nicht nehmen lassen, die Ergebnisse auszuwerten und in einer Infografik praktisch zusammenzufassen. Dabei haben wir wertvolle Erkenntnisse gewonnen – und daraus lassen sich bereits in Grundzügen einfache Strategien oder Buyer Persona entwickeln.

Über die Onlinestudie

Bei der Onlinestudie wird nicht nur auf Onlinemedien geachtet. So tauchen auch Nutzungszahlen zum Fernsehen und zu anderen klassischen Medien wie dem Radio auf. Für die Infografik relevant waren aber nur bestimmte Metriken, die wir uns rausgesucht haben. Die folgenden Metriken waren dabei die spannendsten:

  • Anzahl der Zugänge zum Internet
  • Häufig genutzte Onlineanwendungen
  • Wie unterschiedlich weibliche und männliche Nutzer diese Kanäle verwenden
  • Die Nutzung des mobilen Internets

Erstmals war bei der letzten Befragung auch der Punkt „Instant-Messaging-Dienste“ dabei. Dieser bezieht sich auf Apps wie WhatsApp, Telegram etc. Dass diese in den letzten Jahren einen großen Einzug in das alltägliche Leben gehalten haben, dürfte fast jedem klar sein. Daher fanden sie auch erstmals ihren Weg als eigenständigen Punkt in die Studie. 

Als Basis für die Befragung bezüglich der Internetnutzung dienten 1804 Personen ab dem Alter von 14 Jahren. Für die weiteren Befragungen, die wir uns einmal genauer angeschaut haben, wurden 1432 Personen (ebenfalls ab 14 Jahren) ausgesucht.

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Erkenntnisse aus der Infografik

Die Anzahl der Netzzugänge

Bei der Betrachtung des Zuwachs von Internetzugängen haben wir uns auf den Zeitraum von 2012 bis 2015 beschränkt. Dabei fällt direkt auf, dass es zwischen den einzelnen Jahren keine großen Sprünge mehr gibt. Dennoch ist der Anteil der Internetnutzer in den vier Jahren um 3,6 % gestiegen.

Die meisten Neuzugänge für die Gruppe der „Onliner“ kommen dabei aus dem Bereich der Altersgruppe 60+. Das ist bedingt durch die Tatsache, dass heutzutage fast jeder Haushalt, in dem Personen wohnen, welche die mögliche Altersgrenze für die Befragung (ab 14 Jahren) erreichen, bereits über einen Breitbandanschluss verfügen. Aus diesem Grund werden diese jungen Neuzugänge für die Befragung in vielen Fällen bereits in die Gruppe der Onliner hineingeboren.

ARD/ZDF-Onlinestudie 2015: Onliner und Offliner

Die Nutzung von Internetmedien 2015

Für Online-Marketer ist die Anzahl der Internetanschlüsse aber eine eher unwichtige Kennzahl. Wirklich interessant wird es erst, wenn man sich einmal die Art der Nutzung anschaut. Den Teilnehmern der Studie wurde dafür die Frage gestellt, welche Online-Dienste sie mindestens einmal pro Woche benutzen. Dabei kamen die folgenden Werte heraus: 

Mindestens einmal wöchentlich genutzt:

  • 82 % benutzen Suchmaschinen wie z.B. Google, Bing oder DuckDuckGo
  • 54 % verwenden Instant-Messaging-Dienste wie WhatAapp
  • 45 % greifen auf Online-Nachschlagewerke wie Wikipedia zurück 
  • 34 % nutzen Facebook
  • 9 % sind auf Fotocommunitys wie Instagram
  • 8 % lesen Blogs
  • 4 % benutzen Twitter

Fasst man diese Daten zusammen, ergibt sich, dass circa 47 % der Befragten aussagten, dass sie mindestens einmal wöchentlich soziale Medien nutzen: Fast die Hälfte also. Und dabei wurden in der Studie andere Social-Media-Plattformen, wie zum Beispiel YouTube, Xing oder LinkedIn komplett ausgelassen.

ARD/ZDF-Onlinestudie 2015: Nutzung von Internetmedien

Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Differenziert man jetzt zwischen den beiden Geschlechtern, werden ein paar kleine, aber feine Unterschiede bei der Nutzung der betrachteten Online-Anwendungen deutlich. Sie weichen nicht extrem von den Gesamtwerten ab, geben aber dennoch Aufschluss über die verschiedenen Nutzungsmuster des jeweiligen Geschlechts.

  • Männer benutzen häufiger Suchmaschinen (87 %), Plattformen wie Wikipedia (49 %), lesen häufiger Blogs (8 %) und twittern mehr (5 %)
  • Frauen hingegen nutzen dafür etwas häufiger Instant-Messaging-Dienste (54 %), Facebook (36 %) und Fotocommunitys wie Instagram (10 %)

Bereits an diesen Verhaltensmustern lassen sich in Grundzügen Personas erstellen, da die Unterschiede der Geschlechter bei ihrem Surfverhalten deutlich sind. 

ARD/ZDF-Onlinestudie 2015: Geschlechterunterschiede

Und was ist mit Smartphones?

Spätestens seit dem Black-Friday-Wochenende 2015 ist in den USA klar: die Nutzung mobiler Endgeräte wird immer wichtiger. Aber in Deutschland kommt die Nutzung von Smartphone und Tablet auch langsam, aber sicher immer mehr im Alltag an. Nutzten 2012 gerade mal 12 % der Befragten täglich mobiles Internet, so waren es 2015 bereits 23 %.

Dies ist allerdings nur ein kleiner Sprung im Vergleich zur gelegentlichen Nutzung. Waren es 2012 noch 23 %, die unterwegs zum Smartphone oder Tablet griffen, so waren es 2015 schon 55 %. Ein Sprung von über 30 % also. Dabei handelt es sich um ein eindeutiges Zeichen, dass „Mobile First“ auch hier in Deutschland immer mehr Beachtung geschenkt werden sollte.

ARD/ZDF-Onlinestudie 2015: Mobile Internetnutzung (täglich)

ARD/ZDF-Onlinestudie 2015: Mobile Internetnutzung (selten)

Gerade die Zahlen über die Nutzung des mobilen Internets müssen aber mit Vorsicht betrachtet werden. Der Grund dafür ist, dass hier nicht nur nach der Smartphone-Nutzung gefragt wurde, sondern nach der Nutzung des mobilen Internets an sich. Das schließt Tablets und Surfsticks mit ein. Würde man die Nutzung von Smartphones gesondert betrachten, ergäben sich hier definitiv andere Zahlen für den deutschen Raum.

Was bedeutet das für Ihr Inbound Marketing?

Das waren jetzt viele Daten, wir wissen das genau. Um es Ihnen einfacher zu machen, haben wir bereits zusammengefasst, was diese Zahlen für Inbound Marketing in Deutschland bedeuten und wie Sie Ihre eigenen Strategien dadurch aufwerten können.

Social Media ist heutzutage unerlässlich für Ihre Inbound-Strategie

Wer heutzutage mit Inbound Marketing punkten möchte, der braucht dringend einen oder mehrere Social-Media-Kanäle. Natürlich müssen Sie hier anhand Ihrer detaillierten Personas schauen, welche Kanäle sich lohnen. Aber mit einem können Sie sicher sein: Mit einer Facebook-Präsenz sind Sie schon einmal auf der sicheren Seite.

SEO ist noch lange nicht tot

Da ein beachtlicher Anteil, der größte sogar, regelmäßig Suchmaschinen benutzt, sollte Ihre Strategie auch Suchmaschinenoptimierung nicht außen vor lassen. Gute Platzierungen in den organischen Suchergebnissen garantieren Sichtbarkeit und steigern die Brand Awareness.

Das Unternehmensblog bleibt das Zentrum einer jeden Strategie

Die Zahlen sagen zwar aus, dass Blogs eigentlich auf den unteren Positionen platziert sind, doch diese Zahlen beziehen sich auf das gezielte Aufrufen und Durchstöbern von Blogs. Betrachtet man nämlich die ersten beiden Punkte, so müssen die Inhalte für gezielte Social-Media- und SEO-Kampagnen ja auf einer Plattform publiziert werden. Und dies ist der Blog. Nur werden diese anscheinend von den Befragten nicht mehr aktiv als solche erkannt.

Instant Messaging ist unfassbar populär

So gut wie jeder nutzt heutzutage Dienste wie WhatsApp, Telegram oder andere: Oma, Opa, Mutter, Vater, Onkel, Tante. Einfach alle. Newsportale wie t3n nutzen den Messenger-Dienst bereits als Ergänzung zum regulären Newsletter. Hier bieten sich auch für B2B-Unternehmen Potenziale für die Verbreitung von Nachrichten für interessierte Gruppen.

Seiten müssen responsiv werden

Seit Jahren predigt jeder, dass Mobile ein Muss ist. Aber es ist anscheinend trotzdem noch nicht zu allen durchgedrungen. So sind auch im Jahr 2016 immer noch viele Seiten nicht für die Mobile Experience optimiert. Dies führt nicht nur zu einer schlechten Erfahrung für Nutzer, die Ihre Seite mit dem Smartphone oder Tablet besuchen, sondern auch zu einer schlechteren Sichtbarkeit in den mobilen Suchergebnissen.

 

Laden Sie sich hier die vollständige Infografik herunter.

Alle verwendeten Daten sind der ARD/ZDF-Onlinestudie für das Jahr 2015 entnommen.