PARK 7 Corporate Blog

Social-Media-Plattformen für Unternehmen: Ein Überblick

social-media-plattformen-fuer-unternehmen

Im Social Web mitmischen – klingt leicht, ist es aber nicht immer. Auch für kleine und mittelständische Unternehmen sollten die Social-Media-Plattformen ein wichtiger Kanal sein, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu vermarkten. Aber einfach drauflos zu posten, einfach zu zwitschern, zu kreisen und zu teilen, führt ohne Struktur nicht zum erwünschten Erfolg. Welche sozialen Plattformen sind also für Unternehmen sinnvoll? Und welche Netzwerke bieten sich an, um genau die Zielgruppe zu erreichen, die Sie als Unternehmen ansprechen möchten? Wir geben Ihnen eine praktische Übersicht mit auf den Weg.

Content Marketing: Wie du säest, so wirst du ernten

Wir haben uns die einzelnen Netzwerke genauer angesehen und speziell für Unternehmen nach effektiven Marketing-Möglichkeiten gesucht. Zu den großen Social-Media-Netzwerken gehören Facebook, Instagram, Pinterest, Google+, Xing, Twitter und LinkedIn. Heute geht es darum, wie Sie als Unternehmen die Social-Media-Netzwerke innerhalb Ihrer Content-Marketing-Strategie sinnvoll und nachhaltig einsetzen können.

Am Ende dieses Artikels finden Sie eine Übersicht der größten Netzwerke inklusive Statistiken zu den Nutzerzahlen in Deutschland (sofern wir sie gefunden haben).

Facebook – Der blaue Riese

Es gibt fast nichts, was an Facebook noch nicht kritisiert wurde: Der Datenschutz allgemein, die Verwertung der Nutzerdaten, personalisierte Werbung, und vieles mehr. Aber es bleibt unbestritten die beliebteste Plattform. Laut dem Ad Manager (Werbetool) des Netzwerk können Unternehmen 28 Millionen Menschen über die Plattform erreichen. Ein wichtiger Trend zeichnet sich ab: Mehr und mehr Menschen nutzen das Netzwerk über ein mobiles Terminal (Smartphone oder Tablet).

Statistik: Anzahl der aktiven Nutzer von Facebook in Deutschland von Januar 2010 bis Mai 2014 (in Millionen) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Sie treffen bei Facebook Ihren potentiellen Kunden in seiner Freizeit, zusammen mit seinen Freunden. Womöglich können Sie ihn sogar unterhalten, mit Gewinnspielen, Wettbewerben oder Abstimmungen. Das macht Facebook für Nutzer so reizvoll. Viele Unternehmen zeigen sich auf Facebook näher am Leben ihrer Fans. Und die teilen sofort mit, wenn sie zufrieden sind, oder beschweren sich, wenn es ihnen gegen den Strich geht. Darauf muss natürlich reagiert werden. Aber seien Sie freundlich und kompetent und zeigen Sie Kulanz. Bieten Sie immer Interaktion an, seien Sie erreichbar und freundlich. Kurz gesagt: Denken Sie P2P (Person-to-Person) statt B2B oder B2C.

Content-Planung und -Produktion für B2B-Unternehmen: Das FINE-Modell

Damit Sie genau die Inhalte planen und produzieren, mit denen Sie in den sozialen Netzwerken punkten: Unser selbstentwickeltes FINE-Modell ist dafür das perfekte Werkzeug.

Unverbindlich anfragen

Adidas unterhält beispielsweise eine 25 köpfige Social-Media-Redaktion, die täglich neuen Content produziert und postet. Das muss als mittelständische Unternehmen nicht Ihr Ziel sein, zeigt Ihnen aber, dass große Unternehmen sich professionell um ihren Facebook-Auftritt kümmern, ihn also nicht nur nebenher laufen lassen.

Adidas bei Facebook
Quelle: facebook.de/adidas (Stand Mai 2013)
Adidas mit über 18 Millionen Fans bei Facebook nutzt beispielsweise eine Fußballmeisterschaft als Event, um Kampagnen zum Mitmachen anzukurbeln. Münzen Sie diese Ideen auf Ihre Zielgruppe und Ihre Produkte um, dann haben Sie vielleicht schon mal einen Anfang gemacht.

Audi bei Facebook
Quelle: facebook.com/audi (Stand Mai 2013)
Auch Autohersteller sind ganz vorne mit dabei. Audi ist, laut einer aktuellen Studie der GfK zur Social-Media-Performance von Automobilmarken, an erster Stelle bei den Konsumenten. Audi nutzt den Motorsport, um die Fans zu unterhalten und betreibt einen bunten Social-Media-Mix, mit Action-Videos auf YouTube, Produktneuigkeiten auf Twitter, vier Unternehmensseiten auf Google+ und einem extrem beliebten Instagram-Account. Die Fans bei Facebook werden Marken-Botschafter.

Nutella auf Facebook
Quelle: facebook.com/Nutella (Stand Mai 2013)
Nutella hat knapp 30 Millionen Facebook-Fans weltweit und hat ein Marken-Vertrauen für die Konsumenten über seine Social-Media-Kanäle entwickelt. Nutella ist davon überzeugt, dass die Nutzung von Facebook-Ads sogar werbewirksamer und erfolgsversprechender ist als TV-Werbung.

Fazit zu Facebook:
Um eine große Fan-Gemeinde aufzubauen, brauchen Sie eine Kampagne, die die Nutzer anspricht und motiviert, mitzumachen. Überlegen Sie sich ein Konzept mit interessantem Content, der sowohl unterhält und auch einen Mehrwert bietet. Guter Inhalt ist das A und O und wird bei Facebook gerne geklickt und geteilt, wenn er ansprechend ist.

Seien Sie authentisch, witzig, interessant und inspirierend. Posten Sie vor allem auch Bilder und Videos, weil sie besonders beliebt sind und oft geteilt, also weiterverbreitet werden. Wenn Sie als Unternehmen Ihre Zielgruppe bei Facebook kennen, und Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung sich in geeigneten Content verpacken lässt, sind Sie hier genau richtig. B2B-Unternehmen sollten sich allerdings stärker auf Plattformen wie Xing oder auch Google+ konzentrieren.

XING – Das Business-Netzwerk

Das Kontakt-Netzwerk XING (14 Mio. Mitglieder) bietet Unternehmen an, sich als Arbeitgeber zu präsentieren und Beziehungen zu anderen Unternehmen aufzubauen. Im DACH-Bereich ist es das führende berufliche Netzwerk. Es dient berufstätigen Privatpersonen, Ihre beruflichen Netzwerke zu pflegen und zu erweitern. XING ermöglicht es, Gruppen zu erstellen, die helfen, exklusiven Content zu verbreiten und zu diskutieren. Sie können sich bei XING eine Unternehmensseite in drei verschiedenen Varianten anlegen: eine Basis-Version, die kostenlos ist, eine Standard-Version oder eine Plus-Version. Für den Anfang genügt die Basis-Version vermutlich. Schon diese kann Ihnen nach einiger Zeit verraten, wie sich Ihre Resonanz in diesem Netzwerk entwickelt.

Suchen und Finden von neuen Geschäftskontakten

Xing für Unternehmen
Quelle: xing.com

XING-Gruppen funktionieren hauptsächlich über Beiträge, die Diskussionen anregen. Suchen Sie sich geeignete Gruppen und treten Sie diesen bei. Gründen Sie eine eigene Gruppe, die Ihren Kenntnissen, Produkten und Dienstleistungen entspricht. Das Netzwerken selbst findet über das private XING-Email-Postfach statt, welches nur über XING genutzt werden kann. Verknüpfen Sie sich zunächst mit Partnern, Freunden und Bekannten. Mit der Zeit können Sie auch neue Geschäftspartner ansprechen und somit neue Kontakte knüpfen.

Fazit zu XING:
Das Netzwerk, das man entweder“ Ksing“ oder „Crossing“ ausspricht, sollte definitiv im Social-Media-Networking-Repertoire von Unternehmen auftauchen. Es dient der Unternehmenspräsentation und Information für bestehende und neue Geschäftskunden. XING bietet ein seriöses Forum, um branchenrelevante Themen zu kommunizieren und in Gruppen darüber zu sprechen. Zudem dient XING als Recruting-Portal für Unternehmen: Stellen Sie sich sympathisch und kompetent vor und heben Sie sich von anderen Unternehmen ab.

LinkedIn – Das Business-Content-Netzwerk

LinkedIn für Unternehmen
Quelle: Wikimedia

LinkedIn ist das amerikanische XING. So würde man es zumindest hierzulande beschreiben. Die direkte Konkurrenz zu XING befindet sich auf der Überholspur. Ohnehin zählt das Netzwerk weit mehr Mitglieder weltweit (über 300 Millionen) als Xing und ist somit attraktiver für international agierende Unternehmen. Der starke Fokus auf Content Marketing macht Linkedin zum attraktivsten Netzwerk für B2B-Unternehmen.

LinkedIn versteht es ebenfalls besser, Interaktion hervorzurufen und somit Nutzer mit Gamification-Prozessen dauerhaft an die Plattform zu binden. Ins Leben gerufene Gruppen sind voller Inhalte und Diskussionen – anders als in vielen XING-Gruppen.

Gamification bei LinkedIn
Gamification wird bei LinkedIn groß geschrieben und regt zur Nutzung und Interaktion an!

LinkedIn bietet ebenfalls hervorragende zielgruppengerechte Werbemöglichkeiten zur Leadgewinnung und Neukundenakquise. Immer mehr Nutzer steigen von XING – das scheinbar immer ein bisschen hinterherhinkt in Sachen Funktionalitäten – auf LinkedIn um. Vielleicht sollte Ihr Unternehmen es auch …?

Twitter – Gezwitscher mit Mehrwert

Twitter Logo
Quelle: twitter.com/logo

Der Kurzmitteilungsdienst Twitter hat sich innerhalb kürzester Zeit etabliert und zählt 288 Mio. monatlich aktive Nutzer (Ende 2014)! Die Reichweite ist auf jeden Fall enorm. Twitter ist ein Netzwerk, das eigene Regeln hat. Das Stichwort: Echtzeit-Kommunikation. Anders als Facebook setzt Twitter nicht auf einen Algorithmus und filtert dementsprechend keine Tweets, um die relevantesten Neuigkeiten anzuzeigen. Dies bedeutet aber auch, dass die Nachrichtenflut extremer ist als beim blauen Riesen. Deshalb empfiehlt es sich, Nachrichten mehrmals zu verschicken, natürlich zeitlich versetzt.

Vermeiden Sie es, zu werblich zu klingen. Viele Nutzer empfinden das als lästig. Hashtags (#), die Schlagwörter bei Twitter, bieten die Möglichkeit, den Kreis der Follower zu erweitern. Verwenden Sie Hashtags aus Ihrem Metier, sodass Sie von anderen Nutzern leicht gefunden werden. Folgen Sie auch anderen interessanten Nutzern, die Sie auch selbst retweeten, also zitieren können.

Tools wie Hashtagify ermöglichen es Ihnen, die relevanten oder ähnliche Hashtags zu bestimmten Themen zu finden und somit eine größere Reichweite zu erzielen.

Twitter eignet sich sehr gut für schnelle und unkomplizierte Kommunikation. Jedoch sollten sich Unternehmen bewusst sein, dass vor allem auf Twitter Interaktion die Regel ist. Mittlerweile wenden sich viele Konsumenten mit Fragen direkt über soziale Netzwerke an Unternehmen. Wer nicht zuhört – also sogenannte Mentions verfolgt, über die Konsumenten sich auf dem Netzwerk direkt an das Unternehmen wendet – kann sehr schnell den Frust des im Stich gelassenen Konsumenten zu spüren bekommen.

Fazit zu Twitter:
Grundsätzlich eignet sich Twitter als zusätzlicher Social-Media-Kanal hervorragend, um Neuigkeiten und Produktentwicklungen mitzuteilen. Kurze prägnante Aussagen sind erwünscht  und perfekt zum Weiterleiten. Bieten Sie Ihren Followern mindestens einmal am Tag einen „Tweet“ an, der inhaltlich relevant oder unterhaltsam ist.

Pinterest und Instagram – Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

B2B Marketing auf Instagram von General ElectricPinterest und Instagram bieten Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, visuellen Content einzusetzen. Instagram ist besonders bei jungen Zielgruppen extrem beliebt. Auch B2B-Unternehmen wissen das Netzwerk mittlerweile effizient für Branding-Zwecke einzusetzen, wie wir in unserem Artikel über das Netzwerk bereits gezeigt haben. Allerdings generiert Instagram keinen Traffic, da keine Links zu ihren Inhalten oder Produkten auf Instagram veröffentlicht werden, abgesehen von demjenigen auf ihrem Profil. Die Plattform verzeichnet jedoch sehr großes Engagement und Reichweiten, unter anderem durch die Nutzung von Hashtags, die wie bei Twitter sehr viel genutzt werden!

Pinterest ist ein Netzwerk, dass ebenfalls den Fokus auf visuellen Content legt. Im ersten Quartal 2014 wurde Pinterest monatlich von insgesamt 136 Millionen aktiven Nutzern weltweit genutzt. Besonders beliebt ist die Plattform bei weiblichen Nutzern der „Generation Y“.

Zu unserem Artikel über Pinterest (April 2013).

Tumblr – Zwischen Blog und sozialem Netzwerk

Tumblr ist eine 2007 gegründete Blogging-Plattform, die im Jahr 2013 von Yahoo! übernommen wurde. Es können selbsterstellte Inhalte veröffentlicht werden sowie Inhalte von anderen Tumblr-Blogs weitergeteilt werden („reblog“). Das Netzwerk zählt mittlerweile 43 Millionen aktive Nutzer, in Deutschland circa 1-2 Millionen. Dabei handelt es sich in der Regel um junge Nutzer (Generation Y und Z).

Snapchat und Vine

Vine
Quelle: Google Play

Snapchat erfreut sich vor allem in den USA großer Beliebtheit. Hierbei handelt es sich um eine Art visuellen Messenger. Es werden Bilder zwischen zwei Personen oder in einer Gruppe verschickt, die sich nach einer bestimmten Zeit automatisch selbst „zerstören“.

Verschiedene Marken experimentieren bereits mit diesem Medium, das sich besonders gut für exklusive Ankündigungen und Produkt-Launches zu eignen scheint. Im B2B-Bereich ist der Einsatz von Snapchat jedoch irrelevant.

Social-Media-Plattformen für Unternehmen: Wer die Wahl hat, hat die Qual

Die vielen Möglichkeiten der Social Media Kanäle bieten zahlreiche Wege, mit Kunden in Kontakt zu treten. Es ist zweifellos abhängig vom Projekt und Unternehmen, welche Plattformen sich am besten für eine Kampagne eignen. Entscheiden Sie je nach Zielgruppe und Kapazität, welche sozialen Netzwerke Sie nutzen. Grundsätzlich ist ein Mix sicherlich von Vorteil.

Wir haben eine Übersicht mit Daten und Statistiken erstellt, die wir hier Ihnen hiermit zur Verfügung stellen. Durch einen einfachen Klick auf das Bild können Sie es vergrößern:

Social Media für Unternehmen: Übersicht

Link zur Ansicht in hoher Auflösung

Wenn Sie diese Tabelle auf Ihrer Seite einbetten:

Bitte erwähnen Sie PARK 7 als Urheber

Wenn Sie diese Tabelle auf Ihrer Seite verwenden wollen, würden wir Sie bitten, folgenden Code zu verwenden, um PARK 7 als Urheber zu nennen:

<br/><textarea name=’textarea‘ cols=’60‘ rows=’5′ wrap=’VIRTUAL‘><a href=’http://www.park-sieben.com/welche-social-media-plattformen-gibt-es-fur-unternehmen‘><img src=’http://www.park-sieben.com/wp-content/uploads/2013/05/Park7-Social-Media-Cheat-Sheet.png‘ width=’500′></a><br/><a href=“>Soziale Netzwerke für Unternehmen</a></textarea>

Weitere Artikel über das Thema: 

Instagram – Visuellen Content geschickt nutzen

Warum Vine zum mächtigen Video Content Marketing Tool wird