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Wie funktioniert der Facebook-Algorithmus (EdgeRank)?

facebook-algorithmus

Das bekannteste soziale Medium regelt die Auslieferung von Beiträgen, die Nutzern angezeigt werden. Dieser Algorithmus soll für Relevanz sorgen. Doch wie funktioniert der Facebook-Algorithmus? Warum gibt es ihn? Und was bedeutet das für Unternehmen? Diesen Fragen wollen wir in diesem Beitrag nachgehen.

Der Facebook-Algorithmus EdeRank bereitet Kopfschmerzen

Falls Sie schon eine Facebook-Fanpage für Ihr Unternehmen betreiben, ist Ihnen höchstwahrscheinlich aufgefallen, dass Sie mit Ihren Facebook-Posts  – also sehr speziellen B2B-Texten – weniger Leute erreichen, als sie vielleicht ursprünglich gedacht hatten. Unter jedem veröffentlichten Beitrag auf der Plattform wird eingeblendet, wie viele Nutzer Ihren Beitrag gesehen haben (die sog. „organische Reichweite“). Dieser Wert liegt in der Regel irgendwo zwischen 5 – 10 %.

Adage verbreitete eine Studie von Ogilvy Anfang des Jahres 2014 und berichtete von einem Einbruch der Reichweite von ca. 12 % auf knapp über 6 % zwischen Oktober 2013 und Februar 2014.

Einbruch der organischen Reichweite auf Facebook
Der Einbruch der Reichweite von Publikationen auf Facebook wurde nach dieser Studie von Ogilvy heftig diskutiert. (Quelle: Ogilvy)

Weitere Studien bestätigen, dass die durchschnittliche organische Reichweite der Veröffentlichungen sinkt und Facebook zu einer „Pay-to-Play-Plattform“ wird. Diese Zahlen müssen jedoch nuanciert betrachtet werden, denn es handelt sich um eine Studie, die anhand von Stichproben durchgeführt wurde.

Eine zweite Studie – von AgoraPulse – hat die Reichweite der Seiten nach der Einstufung in verschiedene Kategorien beobachtet. Hier ging hervor, dass die Entwicklung der organischen Reichweite nicht gleich ausfällt, je nachdem, worum es bei der Seite geht.

Doch eines steht fest: der Facebook-Algorithmus und die sinkende Reichweite bereiten Unternehmen Kopfschmerzen.

Erklärung des Facebook-Algorithmus

Warum braucht die Plattform überhaupt diesen Filter, um automatisch ermitteln zu können, welche Beiträge einem Nutzer angezeigt werden und welche nicht?

Noch vor vier Jahren zählte das von Mark Zuckerberg entwickelte Netzwerk „nur“ knapp fünf Millionen Nutzer, doch mittlerweile sind es über 27 Millionen. Viele Unternehmen haben das Netzwerk und dessen Potenzial für sich entdeckt. Würde uns – als Nutzer – jedes einzelne Update eingeblendet werden, müssten wir mittlerweile mehrere tausend Aktualisierungen am Tag lesen. Daher wurde den Betreibern der Plattform schnell klar, dass man einen Filter für unseren Newsfeed benötigt.

Der beschriebene Mechanismus, der die Auslieferung von Inhalten bestimmt, heißt EdgeRank (inoffiziell).

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Wie funktioniert der EdgeRank-Algorithmus (EdgeRank)?

Wie bestimmt Facebook mit seinem Algorithmus, was Nutzern im sogenannten Newsfeed (den Neuigkeiten des Nutzers) angezeigt wird? Die Sichtbarkeit eines Status-Updates wird von drei Faktoren bestimmt:

  1. Affinität: Mit der Affinität ist die „Beziehung“  zwischen dem User und der Seite gemeint. Diese wird durch die Anzahl und Qualität der vergangenen Interaktionen (Kommentare, Likes, Shares …) zwischen beiden bestimmt. Interaktionen werden ebenfalls unterschiedlich eingestuft.
  2. Gewichtung: Nicht jede Interaktion ist gleich viel wert. Die Interaktion mit Ihrer Seite in der Form eines Kommentars ist für Facebook mehr wert als ein einfacher Like, weil das Netzwerk dies als höheren „Engagement-Wert“ interpretiert. Je mehr Zeit eine Interaktion mit Ihrer Seite von dem Nutzer erfordert, desto wertvoller ist sie für Ihre Reichweite.
  3. Aktualität: Wie neu ist das Status-Update? Je älter, desto unwahrscheinlicher, dass dieses Update im Newsfeed angezeigt wird.
Die verschiedenen Faktoren, die vom Facebook-Algorithmus berücksichtigt werden
Die verschiedenen Faktoren, die vom Facebook-Algorithmus berücksichtigt werden. (Quelle: kontestapp)

Mittlerweile steht auch fest, dass das Format des Inhalts ebenfalls eine wesentliche Rolle spielt. Wenn Sie beispielsweise einen Ihrer neuesten Blogbeiträge mit Ihren Fans teilen möchten, erhalten Sie bessere Ergebnisse, wenn Sie ein Foto hochladen und in der Beschreibung den entsprechenden Link einfügen, statt auf die Vorschau des Links zu vertrauen (Aktualisierung am Ende des Artikels!). Doch auch hier entscheidet Facebook teilweise individuell – so werden Nutzer, die öfter mit Fotos interagieren, mehr Fotos im Newsfeed sehen.

Die drei erwähnten Faktoren sind nur ein Teil der Gleichung. Facebook erlaubt es Nutzern, ihren Newsfeed so weit wie möglich selbst zu gestalten. Sie können dem Netzwerk mitteilen, was sie sehen wollen, was nicht und wie oft (Abonnieren-Funktion). Spam-Meldungen spielen eine große Rolle … In Wahrheit enthält der Algorithmus aber sehr viel mehr Variablen!

Was bedeutet das für Unternehmen?

Facebook ist bei weitem das führende soziale Netzwerk in Deutschland und dementsprechend als Kommunikationsmittel interessant. Dass so viele Social-Media-Marketing-Agenturen existieren, die Unternehmen in dieser Hinsicht beraten, ist wahrlich kein Zufall – denn Facebook-Marketing ist nicht einfach. Der vor mehreren Jahren eingeführte Algorithmus macht es zunehmend schwieriger für Unternehmen, in den Neuigkeiten der User nachhaltig zu erscheinen.

Es ist nicht sehr schwer, Inhalte zu finden und/oder zu produzieren, um diesen auf seiner Seite zu teilen. Schwierig ist es, Inhalte mit Ihren Fans zu teilen, die von ihnen als hochwertig empfunden werden, sie aktivieren und es Ihrem Unternehmen so ermöglichen, die definierten Ziele zu erreichen. Content ohne Marketing ist kein Content Marketing, sondern „Nontent“.

Scheitert ein Unternehmen mit der Aktivierung (oder dem „Engagement“) der Fans seiner Seite, gräbt es das eigene (Facebook-)Grab. Gerade auf Facebook geht es um Relevanz und authentische Kommunikation, die sich für Ihr Unternehmen auch rechnet. Das bedeutet: eine Social-Media-Präsenz braucht strategisches Content Marketing.

Da das soziale Netzwerk ständig an seinem News-Algorithmus arbeitet, müssen wir den Artikel regelmäßig ergänzen.

Stories sind wichtiger als der Newsfeed? (Februar 2018)

Obwohl es sich hierbei nicht um eine Aktualisierung des Facebook-Algorithmus handelt, gibt es eine weitere aktuelle Aussage von Mark Zuckerberg, die man sich genauer anschauen sollte. In seinem „Community Update“ behauptet er Folgendes: „Wir erwarten, dass Stories dabei sind, Posts in Feeds als die am häufigsten genutzte Möglichkeit zum Teilen in allen Social Apps zu überholen.“ Als Begründung nennt er die Möglichkeit, kurze Videoclips über den Tag verteilt zu posten. Dies habe Auswirkungen auf die eigene Produktentwicklung, inklusive diejenige von WhatsApp und Instagram.

Was steckt also dahinter? Futurebiz vermutet, dass es Facebook darum gehe, die Monetarisierung von Facebook Stories zu pushen. Da Facebook-Gruppen zudem im Zuge der Bemühungen um „bedeutungsvolle Gespräche“ eine Rolle spielen sollen und auch Stories dort eingebunden werden können, dürfte dies ebenfalls eine Rolle spielen. Es könnte auch sein, dass Zuckerberg mit dieser Äußerung die Rolle des Newsfeeds bewusst herunterzuspielen möchte, um Ängste von Unternehmen angesichts der letzten Newsfeed-Änderung abzubauen.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Februar 2018

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Das nächste Update des Facebook-Algorithmus ist da  – und wurde erneut von Mark Zuckerberg höchstpersönlich verkündet. Er versteht es ausdrücklich als weitere Maßnahme in der Strategie, Facebook persönlicher und somit für die Nutzer relevanter zu machen. Konkret geht es um die Bevorzugung lokaler Medien durch den Facebook-Algorithmus. Posts von lokalen Publishern und entsprechende Shares erscheinen seit dem 29. Januar 2018 in den USA im Newsfeed an höherer Position. Wann diese Änderung für andere Länder eintrifft, ist nicht bekannt.

Obwohl der Facebook-Chef den Begriff „Fake News“ nicht verwendet, wird deutlich, dass es ihm nicht zuletzt darum geht: „Viele Leute haben mir erzählt, dass wir gemeinsam deutlichere Fortschritte erzielen, wenn uns weniger auf hitzige Diskussionen fokussieren und stattdessen den Blick auf lokale Themen richten.“ Darüber hinaus kündigt Zuckerberg neue Updates an, allerdings ohne konkrete Details zu nennen. Man darf also gespannt sein.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Januar 2018

Facebook möchte sich scheinbar auf seine Ursprünge besinnen und dem „sozialen“ Aspekt wieder mehr Beachtung schenken: Um das neue Jahr mit einem wertvollen Update einzuläuten, gab Mark Zuckerberg jetzt einen Schritt in Richtung der ursprünglichen Facebook-Vision bekannt – in einem ausführlichen Facebook-Post. Im Zuge einer erneuten Aktualisierung des Facebook-Algorithmus sollen künftig soziale Beziehungen auf Facebook wieder deutlicher in den Vordergrund rücken. Daher werden demnächst Beiträge von Unternehmen und Publishern noch weiter an Reichweite einbüßen – zum Vorteil von persönlichen Posts von Freunden und Familie.

Zuckerberg zielt mit diesem Algorithmus-Update laut eigener Aussage auf das Wohlbefinden der User ab, die zwar voraussichtlich weniger, aber dafür wertvollere Zeit auf Facebook verbringen werden. Für Geschäftsmodelle, die hochgradig von Facebook-Traffic abhängig sind, ist dies natürlich keine gute Nachricht. Der Wettbewerb um Werbeslots wird sich weiter erhöhen. Ein weiteres Ziel des Updates ist verstärktes Vorgehen gegen Engagement Baiting. Wann genau die Änderungen in Kraft treten und wie stark sie ausfallen, ist allerdings noch nicht bekannt.

Diese Änderung des Facebook-Algoritmus hat wie erwartet für gewaltigen Wirbel in den Medien gesorgt. Hier finden Sie eine (kleine) Auswahl der Beiträge:

Viele müssen ihre Facebook-Strategie jetzt überdenken (Interview mit Thomas Hutter)

Neuer Facebook-Algorithmus: Das sagen Kunden, Agenturen und Berater

Was die Änderungen im Facebook Newsfeed für Unternehmen bedeutet

Facebook-Newsfeed: Kommunizieren, nicht konsumieren

News-Feed-Änderungen bei Facebook: Was Zuckerbergs Strategiewechsel für das Influencer-Marketing bedeutet

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Dezember 2017

Facebook dreht weiter an der Algorithmus-Schraube. Jetzt geht es „Engagement Baiting“ an den Kragen. Diese Taktik ist weniger bekannt als Clickbaiting, aber nicht minder störend. Sie funktioniert folgendermaßen: User werden aufgefordert, mit einem Post zu interagieren. Dabei gibt es folgende verschiedene Taktiken. Ob nun Likes, Facebook-Reactions (um einer Umfrage teilzunehmen), Shares, Kommentare, Verlinkungen von Freunden oder Kommentare: Hierdurch steigt die Sichtbarkeit von Facebook-Posts. Wenn um solche Interaktionen „gebettelt“ wird, geht Facebook ab jetzt dagegen vor. Dementsprechend sinkt die Reichweite dieser Posts.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Oktober 2017

Ein Testlauf in Bolivien, Kambodscha, Sri Lanka, Guatemala, Serbien und in der Slowakei sorgte jetzt für ordentlichen Wirbel in der Social-Media-Welt. Was war passiert? Facebook hat einen zusätzlichen Newsfeed eingeführt und diesen in den genannten Ländern modifiziert. Dieser Explore Feed zeigt normalerweise Inhalte von Seiten, die man nicht abonniert hat. Bei besagtem Test ist nun Folgendes geschehen: Im „klassischen“ Feed sahen die User nun keine Posts von Unternehmen oder Publishern mehr, weil diese in den Explore Feed verbannt wurden.

Im Newsfeed konnten die User also nur organische Posts von ihren Freunden sehen. Seiten waren dort nur anhand gesponserter Posts sichtbar. Es ist kein Wunder, dass sich diese Maßnahme direkt bemerkbar machte. Etwa berichtet der slowakische Journalist Filip Struhárik, dass es in seinem Land dramatische Einbußen bei der Sichtbarkeit von Seiten gab. Obwohl Facebook dementierte, dass ein weltweiter Roll-out geplant ist, bleibt abzuwarten, ob dies nicht tatsächlich ein Blick in die Zukunft von Facebook ist.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung August 2017

Im August war man in Menlo Park besonders fleißig bei dem Unterfangen, den Facebook-Algorithmus weiter zu verfeinern. Zunächst rückte die Ladegeschwindigkeit von verlinkten Websites in den Fokus. Bald wird Folgendes passieren: Wenn die entsprechende Seite voraussichtlich schnell lädt, erhält sie im Newsfeed des mobilen Users eine prominentere Platzierung. Umgekehrt werden langsame Websites quasi „abgestraft“, obwohl Facebook es natürlich nicht so formuliert.

Das zweite angekündigte Update dreht sich ganz um das allgegenwärtige Thema „Video Content“. Daneben spielt hier aber auch der Diskurs rund um Falschmeldungen beziehungsweise Fake News hinein. Seitenbetreiber mit dubiosen Absichten hatten nämlich zwei verschiedene Tricks verwendet, um nichtsahnende Facebook-User zum Klick zu verleiten.

Zum einen wurde auf Vorschaubilder ein nachgemachter Play Button gesetzt, sodass es aussah, als würde man auf ein Video weitergeleitet. Dies war jedoch nicht der Fall. Der zweite Trick setzte direkt auf die Bevorzugung von Videos durch den Facebook-Algorithmus. Also luden die Schwindler einfach ein Standbild hoch und wandelten es in ein (Standbild-)Video um. Beiden Schummeleien hat Facebook jetzt endlich einen Riegel vorgeschoben.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Juli 2017

Was taucht im Newsfeed auf – und was nicht? Diese Frage beschäftigt wohl jedes Unternehmen, das sich von seiner Präsenz auf Facebook etwas erhofft (mehr Absatz, Brand Loyalty etc.) und daher eine möglichst hohe Reichweite anstrebt. Nun hat Facebook erneut ein Update eingespielt: Es soll bewirken, dass weniger Spam-Links im Newsfeed erscheinen und stattdessen informative und qualitative „Geschichten“, wie Facebook es gerne nennt, mehr Aufmerksamkeit erhalten. Fehlinformationen, Sensationsmeldungen und Spam geht es also durch das neue Algorithmus-Update noch stärker als zuvor an den Kragen. All dies dient dem Ziel, mit aussagekräftigen und relevanten Meldungen zu punkten, sodass die Plattform nicht an Attraktivität verliert.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Mai 2017 #2

„Als sie unter ihr Sofakissen geschaut hat und DAS gesehen hat …“ Hierbei handelt es sich um eine lupenreine Cklickbait-Überschrift. Facebook geht durch eine weitere Aktualisierung des Algorithmus deutlich dagegen vor. Im eigenen Newsroom erklärt das Unternehmen, dass man sich weiterhin für eine „informierte Gemeinschaft“ einsetzen möchte. Dazu gehöre vor allem auch, dass die Präsenz von minderwertigen Überschriften im Newsfeed abnehme.

Vor knapp drei Wochen hatte Facebook bereits eine Aktualisierung vorgenommen, die sich gegen sogenannte „low quality“-Website-Verlinkungen richtet. Nun nimmt sich der blaue Roese mit drei neuen Maßnahmen also dem Problem des Clickbaiting an. Der Algorithmus soll demnach noch sorgfältiger auf Überschriften achten – auch in persönlichen Beiträgen. Zudem werden Headlines auf zwei unterschiedliche Herangehensweisen untersucht: einerseits, ob der Titel etwas verschweigt, andererseits, ob er reißerisch und übertrieben ist. Zudem sollen auch weitere Sprachen berücksichtigt werden, also nicht nur der englischsprachige Raum.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Mai 2017

Störende Headlines, die Aufmerksamkeit erhaschen wollen und versprechen, was sie nicht halten, werden bereits seit Anfang des Jahres 2017 aussortiert. Der Newsfeed-Algorithmus von Facebook geht also massiv gegen Clickbaiting vor, um den Nutzer vor Spam zu bewahren und das Nutzererlebnis durch Qualität weiterhin positiv zu gestalten.

Jetzt ist Facebook noch einen Schritt weitergegangen und veröffentlichte am 11.05.2017 die Neuigkeit, dass nun auch der Content der verlinkten Websites von einer künstlichen Intelligenz analysiert wird. Content-schwache Seiten, wie mit verstörender, schockierender und/oder sexuell anstößiger Werbung, werden herausgefiltert. In den nächsten Monaten wird dieser Algorithmus nach und nach greifen, um informativere und inhaltsstärkere Links zu Websites im Newsfeed anbieten zu können.

Für seriöse Publisher bedeutet dies konkret, dass es zu einem erhöhtem Traffic kommen kann, da die fragwürdigen und überladenen Websites erst weit unten im Newsfeed erscheinen. Wenn Sie weiterhin starke und „saubere“ Inhalte anbieten (mit einem gesunden Verhältnis zwischen Werbung und Content), werden Ihre Posts weiterhin im Newsfeed ein hochwertiges Standing haben.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung März 2017

Vor knapp einem Jahr wurde Facebook bunter: Dies betraf zwar nicht seine Farbgestaltung, dafür aber die Art, wie seine Nutzer mit Beiträgen interagieren können. Damals wurden nämlich im Hause Facebook die „Reactions“ eingeführt. Seitdem können wir einen Beitrag, der uns gefällt, nicht nur mit einem „Like“ versehen, sondern ihn auch „herzen“. Ebenso können wir mit „Haha“, „Wow“, „Traurig“ oder „Wütend“ darauf reagieren –  je nachdem, was er in uns ausgelöst hat.

Keine Frage, das ist für Nutzer und Werbetreibende gleichermaßen erfreulich. Es wurde jedoch von offizieller Seite nicht bestätigt, dass Beiträge, die für emotionale Reaktionen sorgen, eine Bevorzugung durch den Facebook-Algorithmus erfahren. Auf Facebook Business ist jedenfalls zu lesen, dass Reaktionen noch nicht stärker als ein normaler Like ins Gewicht fallen.

Mashable zitiert allerdings einen Facebook-Sprecher. Dieser äußert, dass Nutzer lieber Beiträge sehen, die solchen ähneln, die sie mit einer Reaktion versehen. Hier ist allerdings auch nur von einem regulären Algorithmus-Update die Rede. Ob und wie sich diese Daten für Werbetreibende nutzen lassen, muss sich noch zeigen. Zudem fließt laut Facebook noch nicht die konkrete Emotion in die Bewertung ein. Demnach hat ein „geliebter“ Post gegenüber einem „gehassten“ kein Vorteile.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Februar 2017

Authentizität und Aktualität: Das sind die beiden Stichworte, mit denen sich die neueste Veränderung des Facebook Newsfeeds zusammenfassen lässt. Um einen verstärkten Fokus auf diese beiden Werte zu legen, wurden neue Ranking-Signale in den hauseigenen Algorithmus integriert.

Facebook hat nämlich ein Modell entwickelt, das es möglich macht, Spam von authentischem Content zu unterscheiden. Testweise wurde etwa darauf geachtet, wie häufig Content von Nutzern ausgeblendet wird. Wenn Postings nach Likes, Kommentaren oder Shares fragen, setzt EdgeRank dies ebenfalls mit Spam gleich. Anhand dieser Kriterien und einem lernfähigen Modell ist es Facebook vermag jetzt besser authentischen, echten Content von Spam zu unterscheiden.

Bei der Aktualität wird jetzt weiter geschaut, wie relevant ein Post gerade ist. Der Fokus liegt nun mehr auf Echtzeitsignalen, um so passenden Content auszuspielen. Hat etwa die favorisierte Fußballmannschaft ein Spiel gewonnen und es wird darüber viel auf Facebook diskutiert, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Inhalte über das Spiel weiter oben im Newsfeed erscheinen, deutlich höher.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Januar 2017 #1

Nach Facebooks neuestem Update wird der Kampf gegen Snapchat mit immer härteren Bandagen geführt. Hierbei handelt es sich zwar um kein Algorithmus-Update, doch die Art, wie wir Facebook benutzen, wird sich fundamental verändern: Auch bei Facebook ist nun eine Stories-Funktion verfügbar, zumindest testweise in Irland.

Letzten Sommer bekam das Tochterunternehmen Instagram die sogenannten Stories als Pendant zu Snapchats Story verpasst. Bei den Instagram-Nutzern schlug die Funktion ein wie eine Bombe. Die Zahl der täglichen Nutzer von Instagram Stories stieg innerhalb von nur fünf Monaten auf 150 Millionen: ein Indiz dafür, dass Facebook Stories genauso erfolgreich werden könnte. Die Facebook Stories werden Nutzern – ähnlich wie bei Instagram – zu Beginn des Newsfeeds angezeigt. Begründet wird die Einführung dieser neuen Funktion damit, dass sich unser Verhalten beim Teilen von Inhalten signifikant verändert habe. So würden wir heutzutage viel visueller kommunizieren – der Einsatz von Fotos und Videos sei deutlich angestiegen.

Da man bereits mit vielen Personen auf Facebook verbunden ist und sich bei Snapchat erst einen neuen Freundeskreis aufbauen muss, dürfte Facebook Stories Snapchat sicherlich einen Dämpfer verpassen. Gerade international ist Snapchat, im Gegensatz zu Facebook, noch nicht so verbreitet wie in Nordamerika. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich Facebook Stories konkret auf unser Verhalten und die Nutzung von Snapchat auswirken wird.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Januar 2017 #2

Die Updates für den Algorithmus im Januar reißen nicht ab. Auch die Bewertung der Interaktion von Usern mit Videos erfährt bald eine Modifzierung: Bislang wurde lediglich berücksichtigt, wie lange ein Video angeschaut wird, wie viel Prozent der Länge dies bedeutet, ob dabei der Ton aktiviert ist oder es im Full-Screen-Modus geöffnet wird. Nun tritt ein weiterer Faktor hinzu: der prozentuale Anteil im Verhältnis zur Gesamtlänge.

Wenn Sie also ein langes Video posten und viele Nutzer einen Großteil davon konsumieren, so wirkt sich dies positiv aus. Ein kurzes Video hingegen, das häufig schon frühzeitig abgebrochen wird, erfährt eine Abwertung hinsichtlich der Sichtbarkeit im Newsfeed. Für ein längeres Video dürfte dies nicht so stark ins Gewicht fallen, da hier ja etwa 50 Prozent der Gesamtlänge 3 Minuten entsprechen können. Bei einem kurzen Video kann dieser Wert beispielsweise nur 20 Sekunden bedeuten. Videos mit längerer Laufzeit dürften also demnächst eine Aufwertung erfahren.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung August 2016

„Was Facebook jetzt macht, ist einfach unglaublich!“ Solchen Überschriften geht es jetzt im immer noch größten sozialen Netzwerk an den Kragen. Mit der sogenannten Clickbait-Methode versuchen Publisher Leser anzulocken, indem sie bewusst übertreiben oder entscheidende Informationen einfach weglassen.

Darauf hat Facebook jetzt reagiert: Nach einer detaillierten Auswertung von Clickbait-Überschriften ist der Algorithmus in der Lage, typische Formulierungen der krawalligen Locktechnik zu erkennen. Dementsprechend sinkt die Reichweite entsprechender Posts und Facebook-Seiten. Wenn diese allerdings ihre Clickbait-Bemühungen herunterschrauben, werden sie wieder mit größerer Reichweite „belohnt“.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Juni 2016

Diese Aktualisierung macht es Publishern schwer, in den Newsfeeds von Nutzern zu erscheinen. Warum? Da Facebook wieder verstärkt Inhalte von Freunden im Newsfeed anzeigen will. Grund hierfür ist der Rückgang an privaten Status-Updates der Facebook-Nutzer. Diese sollen in Zukunft besser gerankt werden als Postings von Unternehmen.

Facebook gibt offen zu, dass Publisher durch dieses Update mit einem Rückgang des Traffics rechnen müssen.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung April 2016

Die Änderungen bezüglich dessen, was wir zuerst in unserem Newsfeed zu sehen bekommen, nehmen bei Facebook kein Ende. So wurde im April der Algorithmus angepasst, um folgende Kriterien in die Bewertung eines Postings mit aufzunehmen: Interesse am Ersteller des Posts, Performance bei anderen Usern, vergangene Performance von Inhalten des Erstellers, Art von Inhalten, die der Nutzer bevorzugt und wie aktuell das Posting ist.
Zusätzlich wird Facebook die Zeit messen, die mit einem Post verbracht wird, sobald man darauf klickt. Auch wenn man den Inhalt nicht teilt, liket oder kommentiert, wird diese Zeit in die Bewertung einfließen.

Mit einem weiteren Update zieht Facebook gegen Clickbait Links in den Kampf. Da es einigen Unternehmen lediglich darauf ankommt, dass auf den Link geklickt wird (und nicht wie viel Zeit der Nutzer investiert), wurde EdgeRank so angepasst, dass jetzt auch die Zeit gemessen wird, die Nutzer auf der Seite verbringen. Zusätzlich plant Facebook, Seiten abzustrafen, die zu viele dieser Links posten.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung März 2016

Live-Videos oder aufgenommen und hochgeladen? Das war die große Frage, der sich das März-Update annahm. Bis zu diesem Update wurde aufgenommener Video Content, der vom Algorithmus als am besten passend bewertet wurde, in den Neuigkeiten bevorzugt angezeigt. Aber durch die Beobachtung des Nutzerverhaltens wurde bei Facebook herausgefunden, dass Livestreams im Vergleich dreimal länger angeschaut als solche, die nachträglich hochgeladen werden. Nach dieser Anpassung von EdgeRank werden jetzt Live-Videos eher angezeigt.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Februar 2016

Mit dem Februar-Update wurde der Newsfeed so angepasst, dass Postings, mit denen Nutzer wahrscheinlich interagieren werden, priorisiert und oben angezeigt werden. Diese Änderung am Algorithmus wurde eingebaut, nachdem Facebook eine Studie dazu angefertigt hatte, um herauszufinden, was seine User gerne im Newsfeed sehen.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Januar 2016

Dieses Update des EdgeRank-Algorithmus ist besonders interessant für Publisher auf Facebook, da ihnen durch das „Audience Optimization Tool“ nun erlaubt wird, eine bevorzugte Zielgruppe festzulegen, um diese organisch im Newsfeed zu erreichen. Es ist nun möglich, eine Zielgruppe anhand von Interessen, Alter und Wohnort festzulegen.
Zusätzlich kann überprüft werden, wie viele Facebook-Nutzer von einem Post organisch erreicht wurden.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Oktober 2015

Im Oktober führte Facebook zwei wichtige Änderungen an seinem Algorithmus durch. Die erste war das sogenannte „See First“. Die zweite Änderung war ausschlaggebend für den Newsfeed von Nutzern mit langsamer mobiler Internetverbindung.

Einbau der „See First“-Option im Algorithmus

Das „See First“-Update erlaubt es seinen Nutzern seit neuestem, Präferenzen für den eigenen News Feed festzulegen. Dabei ist es möglich, beim Besuch einer Seite diese mit einem Klick im eigenen Newsfeed ganz oben in den Neuigkeiten anzeigen zu lassen.

Facebook für langsames Internet

Bei diesem Update handelt es sich um eine Verbesserung der Nutzererfahrung für Bezugspersonen von langsameren 2G Internet. Da weltweit viele mobile Geräte noch mit dieser Geschwindigkeit auskommen müssen, wurde der Newsfeed-Algorithmus angepasst, damit bei langsamen Verbindungen Videoplayback und anderer datenintensiver Content nicht ausgegeben wird. Außerdem fokussiert sich der Newsfeed für solche Nutzer ebenfalls auf Geschichten und Posts, die bereits vorher geladen und im Cache gespeichert wurden und solche, die man aktiv betrachtet.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Juni 2015

Knapp zwei Monate nach dem letzten Update folgt nun bereits das nächste. Dabei bezieht sich Facebook erneut auf Nutzerbefragungen. Die beiden Software-Ingenieure Ansha Yu und Sami Tas äußern sich folgendermaßen zum Grund der Änderung:

„Durch diese Studie haben wir herausgefunden, dass jemandem eine Story im Newsfeed nicht zwangsläufig gleichgültig war, nur weil er sie nicht gelikt, kommentiert oder geteilt hat.“

Folglich erhält der Facebook-Algorithmus einen neuen Faktor – die Zeit, die man mit einem Post zubringt. Dabei steht allerdings nicht nur das Betrachten des einzelnen Posts im Vordergrund, sondern immer der Vergleich zu anderen persönlichen „Lesezeiten“.

Als Paradebeispiel führt Facebook den Fall ernster aktueller Ereignisse an. Hier gibt es viel Aufmerksamkeit, aber ein gemindertes Bedürfnis, sich zu äußern. Der Ankündigung zufolge sind deutliche Sichtbarkeitsänderungen jedoch nicht zu erwarten.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung April 2015

Parallel zur Aktualisierung des Google Updates für mobile Seiten hat Facebook in einem Blogartikel erneut Änderungen für den Algorithmus des sozialen Netzwerks verkündet. Produktmanager Max Eulenstein schreibt:

„Die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Reichweite Ihrer Seite hängt maßgeblich von der Zusammenstellung Ihres Publikums und Ihrer Aktivität ab. In manchen Fällen könnte die Reichweite von Aktualisierungen und Verweis-Traffic darunter leiden.“

Facebook-Nutzer werden fortan mehr Inhalte von Freunden in ihrem Newsfeed zu sehen bekommen. Somit reagiert das Netzwerk auf Kritikpunkte von Nutzern. Interagieren letztere mit Updates von Seiten, werden sie aber auch weiterhin diese Updates von Seiten im Newsfeed angezeigt bekommen.

Weniger Reichweite erhalten ebenfalls Updates, welche die Aktivität von Freunden mit anderen Inhalten anzeigen (Beispiel: „X hat diesen Beitrag kommentiert“).

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Februar 2015

Der Online-Video-Markt wird umkämpfter. Der „blaue Riese“ macht ernst und möchte mit YouTube konkurrieren. Socialbakers analysierte, welche Inhalte auf Facebook mittlerweile die größte Reichweite erzielen. Dabei kam heraus, dass Videos mittlerweile tatsächlich das beste Formate darstellen! Analysiert wurden 670 000 Posts von knapp 4.500 Facebook-Seiten.

So unterschiedlich werden die verschiedenen Formate werden vom Facebook-Algorithmus ausgespielt
Mit Videos erreichen Sie weit mehr User, als mit anderen Formaten. (Quelle: MarketingLand)

Wie so oft, ist eine beliebte Taktik irgendwann ein alter Hut. Zahlreiche „Pages“ fokussierten sich auf Fotos und setzten beispielsweise Links in die Beschreibung, um noch mehr Reichweite zu erzielen. Mittlerweile sind sie jedoch besser aufgehoben, wenn sie den Link teilen und eine Vorschau von Facebook generieren lassen.

Fest steht auch: Man sollte nicht nur auf ein einziges Format setzen, sondern Nutzern Abwechslung bieten. Im Mittelpunkt steht immer noch die Fan-Community und diese entscheidet letztendlich über die Formate, die sie sich wünscht.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung Dezember 2014

Facebook verkündete im November, dass die Reichweite von Seitenbeiträgen, die sich als werblich herausstellen, gedrosselt wird. Damit sind Beiträge gemeint, die Nutzer dazu bewegen wollen, ein Produkt zu kaufen, einen Download zu tätigen oder an einem Gewinnspiel teilzunehmen beziehungsweise Beiträge, die genau den gleichen Inhalt wie eine geschaltete Werbung aufweisen.

Facebook-Algorithmus, Aktualisierung September 2014

1 – Teilen von Links: Zuletzt war es üblich – wie oben beschrieben -, beim Teilen von Links ein Foto hochzuladen und den Link in die Beschreibung zu setzen, da diese Beiträge eine höhere Sichtbarkeit erhielten. Dies wurde von Facebook nun geändert. Das Netzwerk verkündete:

„Der beste Weg, nach diesem Update einen Link zu teilen, wird die Nutzung des Link-Formats sein. In unseren Studien haben diese Posts im Vergleich zu Links, die in die Beschreibung gestellt wurden, doppelt so viele Klicks generiert.“

2 – Das Ende des Clickbaits: Publisher entdeckten auch das sogenannte Clickbaiting für sich. Damit sind reißerische Überschriften gemeint, die Leser dazu verleiten, auf den Link zu klicken (wie z.B. heftig.co oder Buzzfeed es betreiben). Dies möchte das Netzwerk nun unterbinden und geht dabei ähnlich wie Google vor. Je geringer die Verweildauer auf dem Content ist, desto stärker sinkt die Sichtbarkeit im Newsfeed.

3 – Das Ende der Like-Gates: Like-Gates sind mittlerweile ebenfalls zu einem festen Bestandteil der Online-Landschaft geworden. Damit sind Plugins gemeint, die es Usern nur ermöglichen, auf Inhalt zuzugreifen, wenn sie die Facebook-Seite abonnieren oder den Inhalt teilen.  Diese „Like-Gates“ sind fortan verboten und wirken sich negativ auf die Beiträge aus.